1954

Festivaldatum:
29. Mai – 20. Juni 1954
Präsident:
Hans Mandl
Eröffnung Wiener Festwochen 1954 © Votava / brandstaetter images / picturedesk.com
Eröffnung Wiener Festwochen 1954 © Votava / brandstaetter images / picturedesk.com

Festlicher Frühsommer in Wien

Alle Kenner Wiens sind darüber einig, daß sich diese Stadt im Frühsommer am freudigsten und vorteilhaftesten präsentiert. Das hat gewiß auch schon der unbekannte Dichter des Nibelungenliedes gewußt, denn er lößt das erste und glanzvollste Zusammentreffen der so verschiedenen Welten des Abend- und Morgenlandes, die Vermählung Kriemhildes mit dem Heunenkönig Etzel, im pfingstlichen Wien stattfinden und schildert dieses Fest in glühenden Farben.
Der Sänger der 20. Aventiure in der „Nibelungen-Not" hat damit prophetischen Blick für eine europäische Realität bewiesen. In der Mündung des unbedeutenden Wienflüßchens in den Donaustrom, der jahrhundertelang die Grenze des römischen Imperiums war, ist eine Menschensiedlung eigener Art entstanden, ein Kreuzungspunkt der Völkerbeziehungen von bedeutender kultureller Funktion.

In Wien traf man sich jederzeit gerne, weil man sich wohl aufgenommen und verstanden fühlte. Hier herrschte neben gesundem Lokalpatriotismus das Weltbürgertum, hier konnte jeder Gast sich wie zu Hause fühlen, denn das Wiener Volk ist im Verständnis für die Eigenart des Fremden, in der Respektierung anderer Sitten und im Vermögen, sich anzupassen und einzufügen, wohl das internationalste unter allen. Darum ist Wien seit jeher eine offene Stadt der herzlichsten Gastfreundschaft. Seit Jahrhunderten hat es vermittelnde Tätigkeiten von Weltbedeutung ausgeübt: als Handelsplatz und Sitz mächtiger Behörden, als Stadt weltordnender Kongresse, aber auch wissenschaftlicher und künstlerischer Tagungen und rauschender Feste. Diese der Stadt Wien auferlegte Berufung ist eine positiv-europäische, aus einer geographischen Lage, zwischen West und Ost, Süd und Nord gebieterisch entstandene. Zugleich und aus seiner versöhnlichen Atmosphäre heraus kam Wiens Bedeutung für die Lebensfreude, die eine so harmonische Verbindung von Landschaft, Klima, Kultur und Kunst, wie sie Wien eigen ist, zu geben vermag. (sic)

Programm

Spielorte

  • Akademietheater
  • Altlerchenfelder Kirche
  • An der Oberen Alten Donau
  • Augustinerkirche
  • Bergkirche, Eisenstadt
  • Burg Kreuzenstein
  • Burgtheater
  • Franziskanerkirche
  • Golf-Club Wien
  • Heiligenstädter Pfarrplatz
  • Hofburgkapelle
  • Hof des Deutschherrenhauses
  • Kapuzinerkirche
  • Karlskirche
  • Karmeliterkirche
  • Kirche St. Erhard, Mauer
  • Kuchelau
  • Minoritenkirche
  • Musikverein Wien
  • Österreichischer Presse-Club
  • Palais Lobkowitz
  • Pfarrkirche Breitensee
  • Pfarrkirche Donaufeld
  • Pfarrkirche Hernals
  • Praterstadion
  • Schloss Esterházy, Eisenstadt
  • Schlosstheater Schönbrunn
  • Schönbrunner Schlosshof
  • Schuberts Geburtshaus
  • (Staatsoper im) Theater an der Wien
  • (Staatsoper in der) Volksoper
  • St. Othmar, Mödling
  • Rathausplatz
  • Redoutensaal
  • Untere Alte Donau
  • Volkstheater
  • Vor dem Schloss Schönbrunn
  • Wiener Konzerthaus
  • Wiener Stadionbad