1965

Festivaldatum:
22. Mai – 20. Juni 1965
Intendant:
Prof. Ulrich Baumgartner
Präsidentin:
Gertrude Fröhlich-Sandner
Eröffnung Wiener Festwochen 1965 © Votava / brandstaetter images / picturedesk.com
Eröffnung Wiener Festwochen 1965 © Votava / brandstaetter images / picturedesk.com

Zum Programm

Mit dem Motto „Kunst in Freiheit“ unterscheiden sich die Wiener Festwochen in diesem Jahr von anderen Festivals, weil sie als einzige ein allgemein bewegendes weltpolitisches Thema in ihren Mittelpunkt gestellt haben. Die einstigen Besatzungsmächte kehren als Freunde zurück in unser neutrales Land, jede Nation tritt mit einer für ihr Kunstschaffen typischen Darbietung in Erscheinung, so daß man von einem wahren Symposium der Kunst sprechen kann. Im Theater an der Wien, dem Festspielhaus der Wiener Festwochen, treten vier große Ensembles zum erstenmal in Österreich auf. Frankreich bringt mit dem Theatre de France großes Prosatheater, Großbritannien zeigt mit der Sadler’s Wells Opera modernes und traditionelles Musiktheater, die Sowjetunion tritt mit der großen Tradition ihres berühmten Bolschoi Ballettes hervor und die Vereinigten Staaten stellen ein modernes Volksstück ihres Landes zur Schau. Österreich beginnt den Reigen der Nationen mit einer volkstümlichen Posse Nestroys und endet ihn schließlich mit dem modernen österreichischen Revolutionär der Musik Arnold Schönberg. Das Internationale Musikfest der Wiener Konzerthausgesellschaft läßt jede Woche eine andere Nation musikalisch zu Wort kommen, interpretiert durch ihre großen Solisten und ihre berühmtesten Orchester. Anfang und Ende sowie die Sonntage der Wiener Festwochen sind österreichischen Werken und österreichischen Künstlern vorbehalten.

Die beiden Opernhäuser, wie die großen Wiener Sprechtheater, bereichern mit ihrem wertvollen Repertoire das Programm. Auch diese Premieren bringen Werke der Literatur der vier Gastnationen. Auf dem Gebiete der bildenden Kunst versuchen einige Sonderausstellungen einen Überblick über die Entwicklung der Moderne in unserer Stadt seit Kriegsende zu geben, während die vielen Veranstaltungen in den Bezirken Wiens kulturelle Vielfalt in ihrer volkstümlichen Verbreitung zeigen. Schließlich wird durch das Europagespräch 1965 den Wissenschaftern der verschiedenen Geistesgebiete Gelegenheit zu einer echten Begegnung gegeben. Das Festwochenmotto findet so einen intellektuellen Schlußpunkt, der Wiens neue Situation noch einmal nachdrücklich zusammenfaßt: als traditionelle Kulturstätte Mittler zwischen West und Ost zu sein.

Programm

Spielorte

  • Akademietheater
  • Albrechtsrampe
  • Ateliertheater am Naschmarkt
  • Augustinerkirche
  • Burggarten
  • Burg Kreuzenstein
  • Burgtheater
  • Die Tribüne
  • Dominikanerkirche
  • Franziskanerkirche
  • Freyung
  • Friedhof St. Marx
  • Graben
  • Haydn-Haus
  • Heiligenkreuzer Hof
  • Heiligenstädter Pfarrkirche
  • Heiligenstädter Pfarrplatz
  • Heldenplatz
  • Hofburgkapelle
  • Hof des Deutsch-Ordenshauses
  • Hof des Erzbischöflichen Palais
  • Hoher Markt
  • Innerer Burghof
  • Josefsplatz
  • Kammerspiele
  • Karlskirche
  • Karmeliterkirche
  • Kleines Theater im Konzerthaus
  • Krieau
  • Malteserkirche
  • Minoritenkirche
  • Modeschule Hetzendorf
  • Neuer Markt
  • Österreichische Nationalbibliothek
  • Palais Erzherzog Karl
  • Palais Palffy
  • Palais Schwarzenberg
  • Pfarrkirche Lichtental
  • Pfarrkirche Mariä Geburt
  • Pfarrkirche Maria Geburt
  • Pfarrkirche St. Peter
  • Raimundtheater
  • Rathaus
  • Rathausplatz
  • Schloss Hetzendorf
  • Schloss Liesing
  • Schloss Pötzleinsdorf
  • Schuberts Geburtshaus
  • Staatsoper
  • Stephansdom
  • Theater am Belvedere
  • Theater an der Wien
  • Theater der Courage
  • Theater in der Josefstadt
  • Volksoper
  • Volkstheater
  • Votivkirche
  • Wiener Kammeroper
  • Wiener Konzerthaus
  • Wohnhaus Joseph Marx