Fort Europa

Ein Schauspiel im öffentlichen Raum

Johan Simons, Tom Lanoye

2005 | Uraufführung | Koproduktion

Infos

Jahr
2005
Aufführungsdaten
8. / 9. / 10. / 11. / 12. Mai
Spielort
Südbahnhof
Genre
Schauspiel
Sprache
In deutscher Sprache
Dauer
140 Min.

Beschreibung

Der niederländische Regisseur Johan Simons wird mit den Schauspielern von ZT Hollandia ein neues Stück des belgischen Dramatikers, Romanciers und Lyrikers Tom Lanoye, der im deutschsprachigen Raum mit Schlachten!, Mamma Medea bekannt wurde, aufführen. Es heißt Fort Europa. Wie man ahnt, geht es um Migration. Es sind aber die Europäer, die Europa verlassen wollen und nicht raus dürfen, genauso wie die Afrikaner nicht rein dürfen. Die Europäer sind beleidigt, weil sich ihre materiellen Lebensumstände sehr verschlechtert haben. Sie fürchten sich vor brasilianischen Zuständen; sie sind verzweifelt, weil ihre psychischen Lebensumstände unerträglich sind. Was erhoffen sie sich von welchem Woanders? Was ist überhaupt Europa? Am Wiener Südbahnhof hockend fragen sie sich, warum die westeuropäische Kultur in vielen Teilen der Welt so gehasst wird. Ist Europa eine arrogante Kultur? Was unterscheidet West und Ost? Der Bahnhofs­betrieb geht weiter …

Johan Simons hat die Theatergruppe ZT Hollandia 1985 gegründet. Fort Europa ist die letzte gemeinsame Arbeit; in der nächsten Saison übernimmt Simons das Schauspielhaus in Gent. Er wurde für seine deutschsprachige Inszenierung von Elementarteilchen nach Michel Houellebecq 2004 in Wien mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet.

Credits

Künstlerisches Team

Text Tom Lanoye Deutsch von Rainer Kersten Inszenierung Johan Simons Musikalische Leitung de VeenFabriek, Paul Koek Komposition und Musikalische Bearbeitung SOIL, Krista Vincent Musiker SOIL, Florien Hamer, Annette Schenk Es spielen Elsie de Brauw, Aus Greidanus jr., An Hackselmans, Servé Hermans, Fedja van Huêt, Hadewych Minis, Chris Nietvelt, Judith Pol, Betty Schuurman, Sophie Van Winden Raum Leo de Nijs Lichtdesign Uri Rapaport Ton Will-Jan Pielage Dramaturgie Paul Slangen Kostümdesign Sabine Snijders Kostümanfertigung Joke Sommen, Jolanda van de Ven Regieassistenz Gerhard Alt Technik Wilfried van der Grinten (Leitung), Rene Frankhuizen, Dick Huetink, Lizz Jagers, Jurgen Kuijf, Arno Lips, Matthijs van Meeuwen, Joost Verest Organisation Marc Swaenen Produktion Jan Kuppens, André Lasance Technik und Produktion Wien Team Wiener Festwochen

Produktion

Produktion ZT Hollandia, Eindhoven, Niederlande Koproduktion Wiener Festwochen, Stadsschouwburg Utrecht, RuhrTriennale