Go down, Moses
Romeo Castellucci, Socìetas Raffaello Sanzio
Infos
Beschreibung
Das Buch Exodus im Alten Testament beschreibt mit großer Komplexität, Schönheit und Grausamkeit den Auszug der Israeliten aus Ägypten und den Propheten Moses im Angesicht der schwierigen, von Gott auferlegten Aufgaben: das Auf-sich-selbst-gestellt-Sein nach der Aussetzung im Nil, die Begegnung mit dem Göttlichen, die Last der Gebote und das Erkennen der Verführbarkeit des geliebten Volkes. Angetrieben von der Kraft des biblischen Textes erzählt Romeo Castellucci in assoziativen Bilderfolgen großer Suggestivkraft von den existenziellen Zweifeln und Unsicherheiten des Propheten, der Menschen. Das traumatische Erlebnis eines verlassenen, von der eigenen Mutter ausgesetzten Kindes und die Abwesenheit Gottes in einer von Menschen geschaffenen Welt sind die Pole, zwischen denen Go down, Moses seine Wirkung entfaltet. Nach dem überwältigenden Erfolg seiner Inszenierung von Glucks Orfeo ed Euridice bei den Wiener Festwochen 2014 führt Romeo Castellucci mit seiner Reflexion über diesen alttestamentarischen Text erneut tief in die Seelengeschichte der Menschheit.
Credits
Künstlerisches Team
Inszenierung, Bühne, Kostüme und Licht Romeo Castellucci Musik Scott Gibbons Text Claudia Castellucci, Romeo Castellucci Mitarbeit Bühne Massimiliano Scuto Lichtassistenz Fabiana Piccioli Mit Rascia Darwish, Gloria Dorliguzzo, Luca Nava, Stefano Questorio, Sergio Scarlatella u. a.
Produktion
Produktion Socìetas Raffaello Sanzio, Cesena Koproduktion Théâtre Vidy-Lausanne, Théâtre de la Ville, Paris, und Festival d’Automne à Paris, deSingel International Arts Campus, Antwerpen, Teatro di Roma, La Comédie de Reims, Maillon – Theatre de Strasbourg/Scène Européenne, La Filature – Scène Nationale de Mulhouse, Festival Printemps des Comédiens, Montpellier, Athens Festival 2015, Le Volcan – Scène nationale du Havre, Adelaide Festival 2016, Peak Performances 2016 / Montclair State University Mit Beteiligung von Festival TransAmérique-Montreal Uraufführung 25. Oktober 2014, Théâtre Vidy-Lausanne


