Hamlet / Maschine
Infos
Beschreibung
Die Inszenierung Heiner Müllers stellt, in der Bühne von Erich Wonder (Wien), die lange und sich windende Geschichte Hamlets, in der Zeitmaß und -dauer selbst zu dramatis personae werden und in der die vergehende Zeit mehr als alles andere verändert, in die größere Dimension eines Klimawechsels, von der eisigen Kälte der Nächte vor Helsingör bis zur verwüstenden Hitze eines in der Staatskrise sich abschließenden Machtzentrums. Mit der Reise Hamlets nach England endet der erste Teil des Abends; der zweite setzt, vor die Szenen der wahnsinnigen Ophelia und vor Hamlets Rückkehr, mit Müllers „Hamletmaschine" die aktuelle Auseinandersetzung mit der in der Hamletfigur begriffenen Gestalt des Intellektuellen aus den Erfahrungen unseres Jahrhunderts. Ihrer, In Anpassung und Auflehnung gleichen, Verstrickung in die Machtstrukturen ist die notwendige Befreiung der Ophelias aller Zeiten entgegengestellt.
Alexander Weigel
Credits
Künstlerisches Team
Inszenierung Heiner Müller Bühnenbild Erich Wonder Kostüme Christine Stromberg Licht Hilmar Koppe Maske Wolfgang Utzt Dramaturgie Alexander Weigel Mit Margit Bendokat; Bärbel Bolle; Margarita Broich; Jörg Gudzuhn; Michael Kind; Dieter Montag; Ulrich Mühe (Hamlet); Thomas Neumann; Dietmar Sommer; Stephan Suschke; Margarete Taudte; Horst Weinheimer u.a.
Produktion
Produktion Heiner Müller, Deutsches Theater, Berlin/DDR Gastspiel Deutsches Theater, Berlin/DDR Mit Unterstützung der BAWAG