Tagebuch eines Verschollenen

Eine Miniatur-Oper in einem Akt

Klaus Michael Grüber, Leoš Janáček

2005 | Neuinszenierung | Festwochen Produktion

Infos

Jahr
2005
Aufführungsdaten
19. / 20. / 21. Juni
Spielort
Halle E im MuseumsQuartier
Genre
Musiktheater
Sprache
In tschechischer und deutscher Sprache
Dauer
50 Min.

Beschreibung

Im Mai 1916 erschien in der Brünner Zeitung Lidové noviny ein Zyklus von anonymen Gedichten eines Autodidakten in mährischer Mundart. Die Gedichte erzählen von der Begegnung des jungen, noch unschuldigen Bauernburschen Janik mit der schönen, dunkeläugigen Zigeunerin Zefka, die ihn die Liebe lehrt und ihn dazu bringt, mit ihr und ihrem gemeinsamen Sohn Eltern und Heimat zu verlassen.

63-jährig begann Leoš Janáček unter dem Eindruck tief empfundener Liebe zu der 25-jährigen verheirateten Kamilla Stösslová im August 1917 die Vertonung dieses Zyklus, an der er zwei Jahre arbeitete. Mit dem Auftreten von Janik und seiner Verführerin, mit dem unsichtbaren Chor dreier Frauenstimmen sowie dem Klavierpart als gleichberechtigtem Erzähler hat Janáček ein musikalisches Drama aus 22 Liedern geschaffen.

Der Regisseur Klaus Michael Grüber wird für die Wiener Festwochen Janáčeks Tagebuch eines Verschollenen in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Markus Hinterhäuser, dem Bühnenbildner Gilles Aillaud, dem Tenor und anerkannten Janáček-Interpreten Peter Straka sowie der Mezzosopranistin Lorena Espina inszenieren. Eine Frau, Angela Winkler, weist den Weg von der tschechischen Dichtung zu der Übertragung in das Deutsche von Max Brod.

Credits

Künstlerisches Team

Text von Josef Kalda Deutsch von Max Brod Regie Klaus Michael Grüber Mitarbeit Ellen Hammer Bühnenbild Gilles Aillaud Mitarbeit Arthur und Camille Aillaud, Claudia Jenatsch Kostüme Eva Dessecker Licht Werner Chalubinski Mit Angela Winkler, Peter Straka, Lorena Espna, Markus Hinterhäuser Drei Frauenstimmen Mitglieder des Arnold Schoenberg Chores: Eva Reicher-Kutrowatz, Birgit Metzger, Ute Moderei Ton Tontechnik Toegel Bühnenbildassistenz Christian Klein Inspizienz Robert Wann

Produktion

Produktion Wiener Festwochen